Griesselich – Grieselich – Grisslich

Die Suche

Sucht man im Telefonbuch nach dem Namen Griesselich, Grießelich, Grißelich oder Griselich in dieser oder in anderen Schreibweisen, findet man fast nichts. Es gibt Griesel, Grieshaber, Grießbacher, Griesshaber und alle möglichen anderen Griessler, aber zwischen Flensburg und Lörrach keinen Grießelich. Auch in Österreich, in der Schweiz und im weltweiten Netz: kein Griesselich. Nur ganz vereinzelte Einträge mit dem Namen Grisslich oder Grißlich sind zu finden.

Nicht jeder steht im Telefonbuch, und nicht jede ist über die Suchmaschinen im Netz zu finden, aber es scheint doch so, als würde der Name bald ganz verschwinden.

Dabei gab es die Grießelichs: Bauern, Handwerker und Wirtsleute über viele Generationen in Neudenau an der Jagst. Die Familienlegende berichtet, sie seien vor Jahrhunderten zugewandert  —  woher ist nicht bekannt.

Wohin sie verschwunden sind auch nicht. Die Auswandererliste aus Neudenau verzeichnet jedenfalls keinen der Griesseliche, diejenige aus Karlsruhe nur einen einzigen im Jahr 1852: Ernst Grieselich, ansonsten ist in den Listen des Landes Baden-Württemberg kein Auswanderer dieses Namens zu finden. Vielleicht waren es die Kriege, die sie so dezimierten: die Geschichte der Stadt Neudenau von Stadtpfarrer Fridolin Mayer aus dem Jahr 1937 verzeichnet unter fünf Weltkriegsteilnehmern mit dem Namen Grißlich vier Todesopfer: Sebastian, Adolf, Karl und Ludwig Grißlich starben zwischen 1914 und 1918, lediglich Stefan Grißlich scheint aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekommen zu sein [S. 177f].

Die Suche nach der Geschichte der Familie Griesselich jedenfalls beginnt in Neudenau.